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Story#Isabella#Part 1 und 2

1 Brasilien, Juruti Google Maps konnte die Route von Juruti nach Alaska nicht berechnen und so hatte Isabella keine Ahnung wie lange ihre Reise dauern würde. Auf jeden Fall lange. Seit sie wusste, dass Eve sich nicht mehr meldete, hatte sie keine ruhige Minute mehr. Eine Verbindung nach New York war schon schwer gewesen, doch wenigstens die hatten sie auf recht erhalten können. Sie stand auf und ging bis zur Tür und wieder zurück, zur Tür und wieder zurück. Nach dreimaligem Wiederholen betrat Amy den Raum und setzte sich auf das durchgesessene Sofa. Isabella konnte ahnen was Amy wissen wollte, doch über die Frage, wer sie nach Alaska begleiten sollte, hatte sie sich noch keine Gedanken gemacht. Ursprünglich wollte sie allein gehen, doch Esmé verlangte, dass sie wenigstens eine Person mit nahm. Alle waren begierig darauf, sie zu begleiten, doch richtig in Frage kamen nur ihre Schwester Amy, ihr kleiner Bruder Jasper und ihr Cousin Finnick. Amy sah sie weiterhin fragend an. „Ich hab keine Ahnung Amy! Am liebsten wäre ich allein gegangen!“ antwortete Isabella und ließ sich mit einem Seufzer neben Amy auf das Sofa plumpsen. Als wollte Amy sie trösten, legte sie eine Pfote auf ihren Oberschenkel und schaute sie mit großen runden Augen an, bevor sie sich in Isabellas Schoß legte. Mit der Hand fuhr Isabella durch das weiche, schildpattfarbene Fell ihrer Schwester und fühlte sich sogleich gestärkt. Sie zog ihre Beine an und hätte ewig so liegen bleiben können, wäre da nicht die Sorge um Eve gewesen. Amy spürte ihre Angespanntheit und maunzte unruhig. „Ist schon gut kleines, ich werde Eve finden und dann ist alles wieder wie immer!“. Später beim Essen, der Tisch war voll besetzt, zwengte sich Finnick auf den Platz zwischen Isabella und Opa Gilbert, dem fast die Gabel aus der Hand gefallen wäre, als er den Affen neben sich bemerkte. Isabella musste sich ein Lachen verkneifen, packte den Affen am Nackenfell und trug ihn vor das Haus, wo er sich mit einem Satz wieder in den gut aussehenden Surferboy Finnick verwandelte. „Und Isa? Hast du dich schon entschieden?“ fragte er neugierig und in seinem Blick war eine Spur Hoffnung zu sehen. „Nee .. irgendwie noch nicht“ gab sie zu, wusste aber das sie bald eine Entscheidung treffen musste, würde sie doch in den nächsten Tagen aufbrechen wollen. Finnick strich mit einer Hand durch seine blonden Haare und grinste. „Was ist?“ Doch da hatte sich Finnick schon wieder in den Affen verwandelt und rannte Richtung Wald. Isa guckte ihm hinterher. Aus ihrem Cousin wurde keiner so richtig schlau, doch trotzdem hatten ihn alle gern. Sie seufzte lächelnd und ging wieder ins Haus um wenigstens einen Teil der Reste vom Mittagsessen zu ergattern. Am Tisch sassen noch ihre Mutter Esmé und Amy, zurück verwandelt in das 16jährige Mädchen mit blondem Haar. „Du hast deine Wahl also immer noch nicht getroffen?“. In der Frage schwang besorgnis mit und Isa warf Amy einen finsteren Blick zu, während diese frech grinste. „Nein, Ma“. Ihre Mutter war schnell besorgt, das wussten Amy und Isa genau, doch während Isa versuchte es größtenteils zu ignorieren, nutze Amy diese Besorgtheit für ihre eigenen Zwecke. „Dann triff sie bitte jetzt, Isabella!“ sagte Esmé, in einem Ton, der keine Wiederrede zu ließ. „Okay“ genervt verdrehte Isa die Augen. „Amy und Finnick können mit kommen“. Noch bevor sie den Satz zu Ende gesprochen hatte, wurde sie von Amy als kleine Katze angesprungen und verlor fast das Gleichgewicht. Mit dem nächsten Satz war Amy jedoch schon wieder am Boden und flitzte wie eine kleine Rennmaus durch die Tür nach draußen, wahrscheinlich um Finnick zu suchen. Esmé und Isa sahen ihr hinterher. Esmé lächelte liebevoll, denn sie wusste wie sehr sich Amy diese Möglichkeit, den Regenwald zu verlassen, gewünscht hatte. Isa jedoch war sich unsicher, ob sie die richtige Wahl getroffen hatte, doch als sie sah, wie ausgelassen Finnick und Amy als kleine Äffchen über die Lichtung hobsten, wusste sie das sie die beiden glücklich gemacht hatte. Die nächsten Tage verbrachte Isa damit, sich von den vielen Verwanten zu verabschieden, die in der näheren Umgebung wohnten. Niemand wusste genau wie viele es waren, doch Schätzungen ergaben an die 200 Personen. Diese Zahl war immer noch ungenau, das wusste Isa, denn manche ihrer Verwandten verwandelten sich für immer, ihre Tante Clara beispielsweise, die sich entschied für immer im Körper eines Okapis zu leben. Manche kamen ab und an zurück, weshalb hier niemand auf die Idee kam Fleisch zu essen, den man konnte nie wissen, ob man gerade einen richtigen Fisch oder doch Cousine Marie gegessen hatte. ___________________________________________________ 2 Wie gesagt besuchte Isabella alle ihre Verwanten, blieb aber auf Grund der großen Anzahl nur kurz bei den einzelnen. Zu letzt besuchte sie ihre geliebte Oma Mary, die von all ihren Omas die beste war. Schon seit ihrer Kindheit war Oma Mary für sie da gewesen, hatte sich ihre Sorgen und Ängste aber auch Freuden und Erfolge geduldig angehört und ihr dabei geholfen sich als Gestaltenwandlerin in der Gemeinschaft zu recht zu finden. Nun war sie fast Erwachsen und konnte ihren Geschwistern dabei helfen. Trotzdem besuchte sie immer noch oft das kleine, gemütliche Haus und sprach mit ihrer Oma bei einer Tasse über den neusten Tratsch und Klatsch in der Familie. Jetzt aber ging sie auf das kleine Haus am Ende der Siedlung zu, um sich zu verabschieden, auf unbestimmte Zeit, was ein mulmiges Gefühl in ihrem Bauch und ein kribbeln in ihrer Nase verursachte. Isabella hasste Abschiede. Aber Eve hatte nun mal Priorität und deshalb ging sie mit schnellen Schritten auf das Haus zu und ging wie immer durch die geöffnete Terassentür. Sobald sie durch die Tür trat, roch sie den frischen Duft von Zitrone und ein Gefühl des Vertrauens durchschwemmte sie. „Grandma?“ „In der Küche Darling.“. Isabella ging durch das Wohnzimmer, durch den engen Flur in die Küche, wo ihre Oma am Herd stand und Kochbananen in einem Topf zu einem Brei verrührte. Isa stellte sich neben sie und überragte die kleine Frau mit ihren 183cm fast um zwei Köpfe. „Ich habe gehört du nimmst Finnick und Amelia Grace mit nach Alaska“. Natürlich, Oma Mary wusste es mal wieder als erste. Mit einem Nicken bestätigte Isa und begab sich zu dem Schauckelstuhl in der Ecke. „Aber du bist mit deiner Wahl nicht zu frieden. Was ist los Isabella?“. Die alte Dame wusste immer wenn Isa Sorgen hatte oder unzufrieden war. „Ich weiß auch nicht Grandma“ gab Isa zu, zog ihre Knie an und pulte an ihren nackten Zehen. „Die beiden sind noch jung und unerfahren, sie sollten eigentlich noch ein zwei Jahre hier bei Ma und Pa bleiben, bevor sie sich in die Welt begeben“. In ihrer Familie wurde viel Wert darauf gelegt, dass die Kinder so lange im versteckten Juruti blieben, bis sie sich ihrer Kräfte und Fähigkeiten vollständig bedienen konnten. „Isabella, Darling, die beiden sind in deinem Alter. Unterschätze nicht ihre Kräfte.“ versuchte Oma Mary ihre Enkelin zu beruhigen und drehte sich zu ihr um. Isa schaute in das alte, weise Gesicht und wusste das sie recht hatte. „Das ist aber nichts neues für dich, immerhin weißt du besonders um deiner Schwesters Kräfte. Was ist es dann?“ Ihre Augen lagen auf ihrer Enkelin, doch Isabella starrte auf ihre Zehen. „Du wärst nicht wieder zurück gekommen“. Bei diesen Worten zuckte Isa zusammen und Tränen stiegen ihr in die Augen. Ihr Plan war es bei Eve in Alaska zu bleiben oder nach New York zu gehen. Doch Finnick und Amy mussten irgendwann wieder zurück nach Juruti, zurück in die Familie, zu ihren Eltern. „Isabella, das hier ist deine Heimat. Hier bist du groß geworden und hier ist deine Familie.“ sagte Oma Mary sanft, ging zu Isabella und streichelte ihr über die dunkelbraunen Haare. „Aber Grandma“ Isa war den Tränen nah. „Du hättest Alec besuchen können“ erriet die alte Dame und damit war Isas ganzer Plan offenbart. Auf der letzten Sommerreise durch Amerika, lernte Isabella den smarten Alec auf einem Rastplatz in Kalifornien kennen. Gestaltenwandler suchten sich in der Regel einen Partner fürs Leben, da ihre Lebensdauer aber mehr als doppelt so lang war wie bei normalen Menschen, war dieser Partner in fast allen Fällen auch ein Gestaltenwandler. Seit Isa Alec traf bildete sie eine der Außnahmen. Mit der Reise hätte sie die Möglichkeit gehabt ihn wieder zu treffen und bei ihm in Kalifornien zu bleiben. Dieser Traum war jetzt geplatzt zum einen weil Amy und Finnick sie begleiteten, zum anderen weil Oma Mary von ihrem Vorhaben wusste und sie im Notfall selbst zurück holen würde. Aufkommende Wut packte Isa, die sie nicht so leicht unterdrücken konnte. Menschen waren in ihrer Gemeinschaft nicht willkommen, besonders nicht als Gefährten. Als könnte sie Gedanken lesen ging Oma Mary ins Wohnzimmer und holte eines von ihren alten Fotobüchern. Isa wollte gerade fragen was das soll, als sie das alte Buch auf den Schoß gelegt bekam und ihre Oma eine Seite mit alten Familienbildern aufschlug und auf eines der schwarz-weiß Aufnahmen zeigte. „Das hier, Darling, ist Harry. Er war der erste Mensch der in unsere Gemeinschaft kam. Damals war ich etwas jünger als du und verstand nicht, weshalb die Erwachsenen solch einen Aufstand um ihn machten. Meine ältere Schwester Scarlett liebte ihn abgöttisch.“. „Wie war das möglich?“. Hoffnung keimte in Isa auf. Das war ihre Chance mit Alec zusammen zu sein. Einen Moment zögerte ihre Oma, doch dann erzählte sie Isabella die Geschichte. Nachdem sie geendet hatte, fiel Isa ihr um den Hals und rannte nach draußen, um Amy und Finnick zu finden. Sie mussten sofort aufbrechen.
21.7.14 17:46
 
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