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Story#Jack und Eve#Part 2

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Jack wurde durch die lauten Gedanken seiner Schwester geweckt. In letzter Zeit hatte sie oft über Unerfreuliches nach gedacht, aber immer nur dann, wenn er schlief. Trotzdem wusste er, dass etwas nicht stimmte, denn ein Rest Nachdenklichkeit blieb immer in ihren Gedanken. Er stand auf und sein Magen knurrte, als er das Blut aus der Küche roch. Ohne sich umzuziehen oder zu waschen, raste er die Treppe hinunter zur Küche, wo Eve ihm schon eine Blut-Konserve entgegen streckte. Während er weitere drei Konserven austrank, Eve behauptete manchmal er trank zu viel, dachte er darüber nach Eve zu fragen, was ihr Sorgen bereitete. Ihm viel jedoch die bevorstehende Jagd wieder ein und er verschob seine Fragen auf später. Eve erklärte ihm ihren Plan, ohne viele Worte, denn er verstand sie auch so. Heute Abend würden sie einen Sparziergang in Richtung des Camps der Forscher machen und Jack hatte die Chance das Rudel zu sehen. Sie würden die einzelnen Mitglieder kennenlernen und Jack würde den Schwächsten raussuchen. Dann würden sie wieder gehen, mit dem Vorwand vor der Dunkelheit wieder zu Hause sein zu wollen. Niemand würde sich weiter Gedanken darüber machen und sie beide nur für ein nettes Pärchen aus der Gegend halten. Auch wenn sie Geschwister waren, konnten sie ein überzeugendes Paar abgeben. Sie würden aber nicht nach Hause zurück gehen, sondern in der Nähe auf vollständige Dunkelheit warten. Dann würde Eve zu dem Haus der Forscher laufen und ihnen verzweifelt vom Verschwinden ihres Freundes erzählen. Die Forscher würden daraufhin eine Suchaktion starten, denn jeder würde vor der hübschen Eve als Held da stehen wollen. Jack würde irgendwo im Wald auf einem Baum sitzen und auf sein Opfer warten. Sobald dieses in Reichweite kam würde er ihm die Kehle aufreißen und es damit für immer zum Schweigen bringen. Eve würde die anderen solange in eine andere Richtung locken, sodass Jack unbeobachtet töten konnte. Da die Suche keinen Erfolg haben wird, werden alle nach irgendwann wieder zurück gehen und .. „Was passiert danach Eve?“ Jack unterbrach sie so plötzlich das Eve fast zusammen zuckte. Weiter hatte sie nicht denken wollen. Doch am Ton seiner Stimme wusste sie das er einen Verdacht hatte und sie es Jack mitteilen musste.

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Mit einem Türknallen, so stark, dass das ganze Haus wackelte, verließ Jack den Raum. Eve schaute ihm traurig hinterher. So hatte sie es sich nicht vorgestellt, Jack war so wütend wie schon lange nicht mehr. Zuerste hatte er gebettelt und gefleht, später hätte er sie fast angegriffen. Um die Sorgen aus ihrem Kopf zu vertreiben, setzte sich Eve an ihren Laptop und wollte ihre nächsten Schritte planen. Eine neue E-Mail sagte die Computerstimme, doch Eve wusste schon alles wichtige. Sie öffnete einen Browser und ließ sich eine Weltkarte anzeigen. Plötzlich wurde ihr bewusst, dass das Haus still war. Nichts neues in Yakutat aber es war eine beunruhigende Stille, die Gefahr bedeutete. „Jack?“ rief sie ihren Bruder, doch bekam keine Antwort. Sie wollte gerade nach oben gehen, als ihr die offene Tür auffiel und eine Vorahnung ihre Gedanken erreichte.

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Jack rannte durch den Wald. Die Wölfe hatten mit ihm laufen wollen, aber sie hielten nicht mit. Er rannte ohne ein Ziel. Einfach in irgendeine Richtung. Hauptsache weg von dem Haus, von Eve und der Tatsache, dass sie Recht hatte. Er wusste selbst nicht warum er so heftig auf ihre Mitteilung reagierte, schließlich war die Möglichkeit wieder nach New York zu gehen damit näher gerückt. Aber ob es jetzt Yakutata selbst oder der Fakt war, dass Eve mal wieder über sein Leben bestimmt hatte konnte er selbst nicht richtig sagen. Während er weiter rannte, nahm er auf einmal den Geruch von Mensch war. Währe er ruhig gewesen, wäre er umgedreht und hätte sich entfernt, aber im Rausch aus Wut, in dem er sich befand, konnte er sich nicht beherrschen.
Lisa Dilligton folgte gerade der Spur eines Wolfes, als etwas im Unterholz knackte. In Erwartung den Wolf zu sehen, folgte sie dem lauter werdenden Geräusch. Doch bevor sie auch nur zwei Schritte gemacht hatte, wurde sie von etwas angesprungen, etwas größerem und, das wusste sie, gefährlicherem. Die Wucht des Aufpralls ließ sie zu Boden gehen und sie verlor fast sofort das Bewusstsein.
Jack ließ seinem Instikt freien Lauf und rannte dem Geruch entgegen, blieb aber sofort stehen, als ihm frischer Blutgeruch in die Nase stieg. Was auch immer es war, hatte ihm gerade die Nahrung genommen. Er rannte weiter, in Erwartung einen Berglöwen oder Luchs anzutreffen mit denen wäre er fertig geworden, doch was er dann sah, verschlug ihm die Sprache und all seine Wut verpuffte mit einmal. Über dem Körper der jungen Frau kauerten zwei riesige weiße Wölfe, die ihn nun mit rot funkelnden Augen aufgebracht anstarrten.
20.7.14 19:17
 
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